Angebot

Vier Wege, je nachdem, wo es klemmt

Coaching ist ein Baustein, nicht die ganze Behandlung. Es ersetzt weder eine ärztliche Untersuchung noch eine Psychotherapie – und es kommt oft am besten zur Geltung, wenn beides geklärt ist.

Einzelgespräche

ADHS-Coaching

Verletzungen, Ärger, Hilflosigkeit, Orientierungslosigkeit – das sind häufige Begleiter von ADHS. Sie sind Folge und Symptom zugleich, und sie kosten Alltagskompetenz.

Im Coaching werden aus aktuellen Themen und aus lange verschütteten Wünschen konkrete, kleine Schritte. Alte Ufer verlassen, um neue Horizonte zu erreichen – das geht leichter, wenn man die eigene ADHS kennt.

Meine Rolle dabei: Begleiterin, Lotsin, Mutmacherin. Ich unterstütze da, wo Angst die Handlungsplanung lähmt. Diese Sicherheit hilft, schnell wieder auf den Weg zu kommen und die Steuerung selbst zu übernehmen.

Wie das praktisch aussieht

  • Sie kennen Ihre Schwächen. Kennen Sie auch Ihre Stärken?
  • Was steht an, was brennt am hellsten? Dort fangen wir an.
  • Wir erarbeiten im Gespräch, was wie vorangebracht werden soll.
  • Wir schauen regelmäßig, was sich bewegt hat. Nicht die Größe der Schritte zählt, sondern die Richtung.

Eingeschliffene Muster ändern sich langsam. Deshalb ist die Zusammenarbeit am Anfang enger und wird später lockerer.

Gehört immer dazu

Psychoedukation

Zu wissen, wie man tickt und warum, hilft zu verstehen, weshalb manches im Alltag, in der Partnerschaft und im Beruf so anstrengend ist.

Mit dem passenden Hintergrundwissen lernen Sie sich neu kennen. Das ist die Grundlage, um Strategien zu entwickeln, die zu Ihnen passen – statt Tricks, die man wieder vergisst.

Themen, die dabei immer wieder vorkommen: Zeit, Ordnung, Aufschieben, Geld, Alltagskompetenz, Motivation, Kommunikation.

Eine Person erklärt etwas an einem Flipchart.

Im Alltag geübt

Alltagstraining

Routinen erleichtern das Leben: Abläufe, die man ausführt, ohne nachzudenken. Sie entstehen nur durch entspannte Wiederholung. Genau daran fehlt es oft.

Organisation und Ordnung

Vielen ADHS-Betroffenen wird nachgesagt, sie seien Chaoten. Von außen mag das so aussehen. Meist hat jeder „Chaot" jedoch seine eigene Ordnung – sie ist nur mit der Ordnung anderer nicht kompatibel. Diese eigene Ordnung ist der Ausgangspunkt, nicht das Problem.

Alltagskompetenz

Alltägliche Dinge kosten oft viel Kraft, weil die Routinen fehlen. Immer wieder dieselben Entscheidungen: Habe ich heute schon Zähne geputzt? Wo ist der Schlüssel? Hier helfen praktische Lösungen, die nicht zusätzlich belasten.

Umgang mit Geld

Geld braucht bei ADHS besondere Aufmerksamkeit. Spontankäufe, vergessene Rechnungen – es gibt viele Knackpunkte, die sich oft einfach und kreativ lösen lassen.

Nicht selten kommen zu einer ADHS weitere Erkrankungen hinzu. Dann kann der Alltag allein schwer zu bewältigen sein. In Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten und gegebenenfalls gesetzlichen Betreuerinnen und Betreuern leistet Alltagstraining Unterstützung, damit langfristig wieder ein eigenständiges Leben möglich wird.

Über den Körper

Stressmanagement

Ein empfindsames System reagiert empfindlich auf Belastung. Viele merken erst mit Verzögerung, wie anstrengend eine Situation war. Alles, was entlastet, hilft deshalb doppelt.

Schlaf

Das wirksamste Anti-Stress-Programm, das wir haben: Im Schlaf verarbeiten wir den Tag und erholen uns. Bei ADHS ist genau das oft gestört – und deshalb ein guter Ansatzpunkt.

Ernährung

Essen ist eine natürliche Art, sich zu regulieren – man hört es den alten Redewendungen an. Bei ADHS spielt das eine größere Rolle, als vielen bewusst ist.

Entspannung, die funktioniert

„Klappt bei mir nicht", sagen viele. Kein Wunder: Zur Ruhe kommen heißt, dass der innere Motor leiser wird, und das fühlt sich unangenehm an. Fällt der gewohnte Geräuschpegel weg, fängt oft das Gedankenkreisen an. Meditation und Traumreisen sind deshalb eher etwas für Fortgeschrittene. Leichter geht es mit Bewegung: Sport, Progressive Muskelentspannung, Singen, Tanzen, QiGong.

emoflex®

Eine Methode, die mit Augenbewegungen arbeitet, ähnlich wie sie im Traumschlaf vorkommen. Die Werkzeuge lassen sich selbst anwenden, brauchen keinen besonderen Rahmen und funktionieren deshalb auch mitten im Alltag. emoflex® gibt es auch einzeln.

TRE®

Eine Übungsfolge, die dem Körper hilft, angestaute Anspannung loszulassen. Ich leite Sie zur Selbstanwendung an – danach brauchen Sie dafür weder mich noch einen Termin, sondern nur ein paar Minuten und einen Platz auf dem Boden. TRE® gibt es auch einzeln.

Wo Coaching aufhört

Diagnose, Medikamente und Psychotherapie gehören in andere Hände. Was Coaching dabei leisten kann und was nicht, steht auf einer eigenen Seite.